Steuerabkommen, die Ablehnung und die Folgen aus Schweizer Sicht

Als im Dezember das Steuerabkommen mit Deutschland platzte, gaben sich der Schweizer Finanzplatz, Economiesuisse und Bundesbern äusserst enttäuscht.

Die Idee der Abgeltungs­steuer stammte von den Banken selber. Die Schweizerische Bankiervereinigung bedauerte das deutsche Nein als «grosse verpasste Chance, eine für alle Seiten faire, optimale und nachhaltige Lösung zu verabschieden». Die Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers rechnete durch das Abkommen gar mit «Rechtssicherheit für Kunden, Kundenberater, und die Bank».

Einen Plan B hatte niemand. Und jetzt das: Gemäss einer repräsentativen Umfrage von Ernst & Young bei 120 Banken in der Schweiz können die Banken sehr gut leben mit der Ablehnung des Abkommens, das auf Anfang Jahr in Kraft getreten wäre.

Ernst-&-Young-Partner ­Iqbal Khan sagt: «72 Prozent der befragten Banken beurteilten das Scheitern des Steuerabkommens mit Deutschland als positiv.»

Das schreibt die Schweizer Boulevardzeitung Blick in ihrer heutigen Ausgabe.

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