Finanztest und das Thema “Datenerfasser”

Finanztest hat getestet, in diesem Heft die AFA AG aus Cottbus. Die AFA AG ist ein regulierter Versicherungsvertrieb, heißt anders wie bei so manchem anderen Vertrieb im grauen Kapitalmarkt, ist hier die Zulassung als Versicherungsberater gesetzlich geregelt. Man sollte so davon ausgehen können, dass es hier zumindest eine fachlich gute Beratung gibt. Das herauszufinden, darum ging es aber bei Finanztest wohl gar nicht.

Warum eigentlich nicht?

Im Artikel selber findet man an der Beratung der AFA AG keine Kritik, es geht um die Akquisition von neuen Mitarbeitern. Diese werden wohl bei der AFA AG auch über das Arbeitsamt gesucht, wie bei vielen anderen Unternehmen im Vertrieb auch. Schaut man sich die Arbeitsangebotsportale einmal an, dann findet man Hunderte solcher Anzeigen. Was ist schlimm daran? Alle Mitarbeiter der AFA AG und wie auch der OVB usw. sind freie Handelsvertreter. Die AFA AG ist für diese nicht in der Verantwortung, wenn die eigenständig Stellenangebote aufgeben. Das ist bei jedem anderen Vertrieb auch so – Punkt! Und mal ganz ehrlich, wenn ich mich dort bewerbe und mir gefällt das nicht, dann kann ich doch Nein sagen, oder?

Liest man den Bericht, dann liest man nichts Neues was nicht in der Branche schon bekannt und Usus ist. Wichtiger wäre es doch einfach mal einen konkreten Kunden von diversen Vertrieben, zu einem Thema beraten zu lassen. Fehler in der Beratung sind in deren Folgen weitaus existenzieller als die Bewerbung als Datenerfasser. Finanztest war auch schon mal besser.

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