Pressemitteilung – Anderson Group: vorläufiger Verwalter sichert Vermögen

Der Berliner Immobilieninvestor Anderson Holding AG hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg RA Rüdiger Wienberg von der bundesweit tätigen Kanzlei hww wienberg wilhelm. Wienberg hat bereits erste Sofortmaßnahmen ergriffen, um das Anlagevermögen im Interesse der Gläubiger zu sichern. Gleichzeitig bemüht er sich um die Fortführung der vom Unternehmen betriebenen Immobilien.„Meine vordringlichste Aufgabe als Interessenvertreter der Gläubiger ist zunächst, das Vermögen der Schuldnerin zu sichern“, betonte Wienberg. Mit seiner Bestellung zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist das vorhandene Unternehmensvermögen praktisch eingefroren und sämtliche Verfügungen ohne Zustimmung des Verwalters untersagt. Gleichzeitig hat Wienberg veranlasst, dass das Einwerben weiterer Anlegergelder über die nicht insolvente Tochtergesellschaft Erste Grundwert GmbH & Co. KG gestoppt wird. „Gemeinsam mit meinem Team werde ich in den nächsten Tagen und Wochen das Unternehmen gründlich durchleuchten“, sagte er. „Dabei werden wir auch alle Hinweise auf eventuelle Unregelmäßigkeiten bei den Geldflüssen mit Nachdruck verfolgen.“

Die Anderson-Gruppe hat sich nach eigenen Angaben auf den Erwerb, die Entwicklung und den Betrieb von Pflegeeinrichtungen und Sozialbauten spezialisiert. Der Gruppe gehören insgesamt sieben Tochtergesellschaften an; Insolvenz angemeldet hat bislang nur die Holding Gesellschaft. Finanziert hat sich die Gruppe vorwiegend über das Kapital einer Vielzahl privater Anleger, denen Renditen von teilweise bis zu 10 Prozent versprochen wurden. Nach ersten Erkenntnissen sind rund 1.000 Anleger betroffen, das Anlagevolumen beläuft sich nach derzeitigem Kenntnisstand auf ca. 3 Mio. Euro. Die gesamte Anderson-Gruppe beschäftigt 24 Mitarbeiter, davon 7 bei der insolventen Anderson Holding AG.

Im Immobilienbestand der Anderson-Gruppe befinden sich fünf Gebäude, von denen sich drei im Bau bzw. Umbau befinden und zwei bewirtschaftet werden. Für diese beiden Objekte – eine Wohnimmobilie in Malliß bei Ludwigslust und ein Pflegeheim in Zierenberg bei Kassel bemüht sich Wienberg um eine Fortführungslösung.

Wienberg wies die Gläubiger darauf hin, dass sie umfassend und direkt informiert werden, wie und wann sie ihre Forderungen anmelden müssen, was frühestens bei Insolvenzeröffnung in drei Monaten möglich sein wird. „Kein Gläubiger muss Sorge haben, irgendwelche Fristen zu versäumen“, betonte er. „Entscheidend ist, dass das vorhandene Vermögen ab sofort eingefroren ist.“ Gleichzeitig bat er Anleger, Medien und Öffentlichkeit um Geduld. „Es wird einige Zeit dauern, bis wir uns einen genauen Überblick über die Finanzen und das Geschäftsmodell der Anderson-Gruppe verschafft haben“, sagte Wienberg. „Sobald wir nähere Erkenntnisse haben, werden wir die Öffentlichkeit unterrichten.“

Über hww wienberg wilhelm

hww wienberg wilhelm ist eine auf Unternehmensrestrukturierung, Zwangsverwaltung und Insolvenzverwaltung spezialisierte Anwalts- und Beratungsgesellschaft. Mit rund 350 Mitarbeitern sowie etwa 80 Berufsträgern ist hww an über 20 Standorten in Deutschland vertreten und gehört damit zu den großen deutschen inhabergeführten Anwaltskanzleien mit einem eigenen internationalen Netzwerk. Die hww-Gruppe besteht aus drei voneinander unabhängigen Gesellschaften: die hww wienberg wilhelm Insolvenzverwalter Partnerschaft, die hww Unternehmensberater GmbH und die hww wienberg wilhelm Rechtsanwälte Partnerschaft. Insolvenzverwalter der hww wienberg wilhelm Insolvenzverwalter Partnerschaft waren in ihrer langjährigen Tätigkeit bundesweit bereits in über 9.000 Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Insolvenzverfahren tätig. U.a. verantworteten hww-Partner die Sanierung der börsennotierten Solar-Unternehmen Solon und Q-Cells.

Pressekontakt:

Sebastian Glaser

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