Die Gaul Lassagne

In Großbritannien wurde von der Lebensmittelbehörde in 11 von 18 Proben mit Fertig-Lasagne der Firma Findus Pferdefleisch gefunden. Deklariert war Rindfleisch. Das Pferdefleisch hatte einen Anteil zwischen 60 und 100 Prozent. Findus rief inzwischen 20.000 Packungen Lasagne in Großbritannien und Schweden zurück.

Zuvor war von der britischen Lebensmittelaufsicht FSA (Food Standard Agency) bereits in Tiefkühl-Hamburgern Pferdefleisch entdeckt worden. Nach Auskunft der britischen Behörden gibt es keine Hinweise auf ein Gesundheitsrisiko durch den Verzehr der Produkte, berichtet Spiegel online. Es könnten aber Pferde geschlachtet worden sein, die nicht zur Lebensmittelherstellung geeignet sind. Bei diesen Pferden könnte das Medikament Phenylbutazon eingesetzt worden sein, das aber für Tiere, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten ist.

Verbraucher in Deutschland stellen sich jetzt Fragen, die wir hier beantworten: 

Ist der Verkauf von Pferdefleisch in Deutschland erlaubt?

Ja. Es gibt aber nur sehr wenige Rossfleischereien in Deutschland. In der normalen Fleischerei und im Supermarkt findet man praktisch keine Pferdefleischprodukte, da viele Verbraucher Pferdefleisch ablehnen. Pferdeinnereien sind dagegen nicht zum Verkauf zugelassen. Der Verzehr von Pferdefleisch in Deutschland soll bei 0,05 kg pro Jahr und Person liegen. Deutlich mehr Pferdefleisch wird in Italien, Belgien und Frankreich gegessen.

Wie erkenne ich Pferdefleisch?

Pferdefleisch ist rot bis dunkelrot und schmeckt etwas säuerlich. Die Farbe ist vom Alter der Pferde abhängig.

Beim Verkauf von Fleisch muss immer die Tierart angegeben werden. Fleisch von Pferden muss also als „Pferdefleisch“ oder verarbeitet z. B. als „Rossbratwurst“ gekennzeichnet werden. In Fertiggerichten wie Lasagne müsste in der Zutatenliste ebenfalls „Pferdefleisch“ aufgeführt werden. Der Verbraucherzentrale Hamburg sind keine Produkte mit Pferdefleisch in deutschen Supermärkten bekannt.

Wurde in Deutschland Pferdefleisch in Rindfleischprodukten gefunden?

Der Verbraucherzentrale Hamburg sind keine Fälle bekannt. Leider waren etliche Lebensmittelüberwachungsbehörden am Freitag Nachmittag nicht mehr erreichbar.

Die Lebensmittelüberwachung untersucht aber auch nicht routinemäßig bei Rindfleischprodukten auf Pferdefleisch, da es nicht verboten ist, Pferdefleisch – bei entsprechender Kennzeichnung – einzusetzen. Deshalb könnten solche Fälle wie in Großbritannien auch in Deutschland möglich sein.

Quelle:VBZ Hamburg

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.